29.11.2025

Mehr Ladung für die E-Mobilität


Die Zahl der Fahrzeuge mit Elektro- oder Plug-In-Hybrid-Antrieb im deutschen
 Straßenverkehr steigt beständig an. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im
 Oktober 2025 52.425 reine Batterie-PKW zugelassen, was einen Zuwachs von fast 48
 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat darstellt, und ca. ein fünftel der
 Neuzulassungen ausmacht.

 Dennoch wächst das öffentliche Ladestationennetzwerk nicht angemessen mit. Zwar ist
 die Zahl der öffentlichen Ladepunkte im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent
 gestiegen, dies ist jedoch weit weniger als der Zuwachs an Elektofahrzeugen auf den
 Straßen. In einem Test des ADAC wurde festgestellt, dass dies insbesondere die
 Autobahnen betrifft, wo vor allem an Rasthöfen und Rastplätzen nur unzureichende
 Lademöglichkeiten bestehen. Wo sie vorhanden sind ist die Preisstruktur oft unklar.

 Um die zuverlässige Nutzung auch von Elektrofahrzeugen zu gewährleisten, fordern die
 Jungen Liberalen Unterfranken daher:

 1. Transparente Preisgestaltung an allen öffentlichen Ladepunkten

 Preisangaben sollen digital abrufbar und vergleichbar sein, etwa über zentrale
 Plattformen oder Apps, um echten Wettbewerb zwischen Anbietern zu ermöglichen.

 2. Ausbau der Ladeinfrastruktur an Autobahnen

 An Rastplätzen und Rastanlagen entlang deutscher Autobahnen sollen ausreichend
 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zur Verfügung stehen.

 4. Technologieoffenheit und Netzstabilität sichern

 Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur muss Technologieoffenheit gewährleistet bleiben.
 Neben klassischen Schnellladepunkten sollen auch Wechselbatteriesysteme, drahtloses
 Laden oder bidirektionales Laden (zur Rückspeisung in das Stromnetz) berücksichtigt
 werden.

 Ladepunkte sollten künftig intelligent steuerbar sein, um Netzüberlastungen zu
 vermeiden und Lastspitzen auszugleichen – etwa durch die Integration in Smart-Grid-
 Systeme.

 5. Niedrigstromladestellen schaffen

 Auf Basis des Piltoprojekts in London und Berlin sind 230-Volt Ladesäulen an
 Straßenlaternen im öffentlichen Parkraum zu evaluieren und zu installieren, sodass
 ohne umfangreiche Tiefbaumaßnahmen flexible Angebote in den Kommunen geschaffen
 werden können.

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